• IMG_5502hp.JPG
  • IMG_5502k.JPG
  • IMG_5502m.JPG
  • IMG_5502neu.JPG
  • IMG_55022.JPG

Chronik

Ab 1893 besuchten die Buckower Kinder das Schulhaus Alt-Buckow 17, das noch heute steht und genutzt wird.
chronik-1Durch die zunehmende Bebauung auf den Feldmarken zwischen dem Mariendorfer Damm, dem Schlierbacher Weg, der Marienfelder Chaussee und der Siedlung Neue Scholle wuchs die Schülerzahl in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts so stark, dass eine neue Schule nötig wurde. Die Schule am Sandsteinweg wurde gebaut und entwickelte sich so rasant, dass für Buckow selbst auch ein Schulneubau dringend erforderlich wurde.
Der Bau wurde an der Straße An den Achterhöfen – damals hieß sie noch Straße 46 – am 8. Juni 1964 begonnen.


chronik-2Am 13. September 1965 wurde das Richtfest gefeiert und am 15. September 1966 konnte schließlich das Kerngebäude mit der Turnhalle und dem Vorschulteil für schulische Zwecke übergeben werden. Der reguläre Unterricht begann dann am 10. Oktober 1966. Die Leitung der Schule übernahm Herr Seifert, der auch schon Schulleiter des Gebäudes in Alt-Buckow gewesen war.Rings um die neue Schule lagen freie Felder, die teilweise mit Getreide und Kartoffeln bebaut waren. Recht schnell aber wurden die freien Flächen für den Wohnungsbau freigegeben und die Schülerzahlen stiegen an. So hatte die Schule im Schuljahr 1969/70 18 Klassen und die Kapazität war erschöpft, so dass ein Gebäude aus mobilen Fertigteilen errichtet werden musste, unser jetziger Stern IV.
Im Herbst 1971 besuchten bereits knapp 900 Schüler in 26 Klassen die Christoph-Ruden-Schule. Als die Schülerzahl ein Jahr später auf über 1000 stieg, mussten drei Klassen abgegeben werden an die Schule am Wildhüterweg.
Unmittelbar neben unserer Schule entstand Mitte der 70er Jahre an der Christoph-Ruden-Straße, der Kestenzeile und auf dem Gelände südlich des Mittelstufenzentrums am Buckower Damm ein umfangreiches Neubaugebiet. Das führte dazu, dass wegen Überfüllung unseres Hauses Schüler an die neu errichtete Grundschule am Hasenhegerweg abgegeben werden mussten. 7 Klassen der Stufen 5 und 6 wurden sogar im benachbarten Bildungszentrum untergebracht!
chronik-3In den 80er Jahren gingen die Schülerzahlen leicht zurück. Die Christoph-Ruden-Schule blieb zwar eine der größten Neuköllner Grundschulen, musste jetzt aber Räume für das Leonardo-da-Vinci-Gymnasium zur Verfügung stellen. Erst gegen Ende der 80er Jahre entspannte sich die Situation und die Schülerzahl ging zurück. Die Klassenfrequenzen sanken, Schülerzahlen zwischen 30 und 36 gehörten der Vergangenheit an. Auch die Einlagerung von Oberschulklassen war nicht mehr nötig.
1989 ging der langjährige Schulleiter, Herr Seifert, in den Ruhestand und Frau Finck, unsere Konrektorin, leitete die Schule kommissarisch. Nach den Sommerferien 1990 übernahm Herr Stephan die Leitung der Christoph-Ruden-Schule.
Die Schülerzahlen bewegten sich in den nächsten Jahren zwischen 490 und 530, die Schule war stabil dreizügig mit zwei, manchmal 3 Vorklassen.

 

Christoph Ruden

Unsere Schule wurde nach dem Lehrer Johann Christoph Ruden benannt, der am 10. März 1763 in Glasow geboren wurde. Ruden hatte eigentlich das Schneiderhandwerk erlernt. 1787 besuchte er für eineinhalb Jahre ein Lehrerseminar. Nach bestandenem Examen wurde er am 2. Oktober 1788 in Buckow in das Lehr- und Hilfsküsteramt eingeführt.
Sein Schulhaus war das heute auf dem Grundstück Alt-Buckow 21a stehende Gebäude, das das älteste Haus Buckows sein dürfte. Der einzige Raum darin diente gleichzeitig als Schulzimmer, Wohn- und Schlafstube und Küche. Außerdem übte er in diesem Raum sein Schneiderhandwerk aus. 
Über die Schulverhältnisse berichtet Christoph Ruden selbst im „Schul-Catalogus“: „Außer dem Schuldienst betreibe ich die Schneider-Profession. Seidenbau und Bienenzucht ist nicht. Der Schreiber bezahlt wöchentlich 1gr. Der Leser 9pf jährlich 20rt. Der Buchstabierer 6pf Schulgeld. Die gesamten Einkünfte 50rt gut Geld. Die Sommer-Schule wird nicht besucht, weil die Eltern die Kinder brauchen. Die Schule wird von Michaelis bis Ostern fortgesetzt. Vormittags von 8 bis 11 Uhr. Nachmittags von 13 bis 16 Uhr. Sind 34 Kinder. Knaben sind 14, Mädchen sind 20.“
 
Wer sich sogar noch in der Kunst des damals wegen der nichtdezimalen Maße und Gewichte äußerst schwierigen Rechnens unterrichten lassen wollte, hatte wöchentlich eineinhalb Groschen zusätzlich zu entrichten. Interessant ist auch die Anmerkung, dass im Jahre 1788 in Buckow nur eine Frau schreiben und lesen konnte. Die Schulpflicht begann bereits mit dem vollendeten 5. Lebensjahr und endete mit dem 13. Lebensjahr; wer das Lesen und Schreiben noch nicht erlernt hatte, musste ein Jahr länger zur Schule gehen. Am 2. Oktober des Jahres 1838 konnte Ruden auf eine 50jährige Dienstzeit zurückblicken. Er war damals 75 Jahre alt!
 
Am 28. September 1839 starb Christoph Ruden.

Freundliche Unterstützung

eEducation Berlin Masterplan

Anschrift:
An den Achterhöfen 13 - 17
12349 Berlin - Buckow
Tel.: (030) 742 10 14

Kooperation mit Alba Berlin